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17.2.2026

Karl-Heinz Fischer – Freund der Nationalmannschaft und Hüter eines besonderen Glücksbringers

2026 begeht Karl-Heinz Fischer ein kleines Jubiläum: Seit einem Jahrzehnt gehört er zu den Freunden der Nationalmannschaft (FdN), jenem Kreis von Menschen, die mit ihren Zuwendungen die Arbeit der DFB-Stiftung Sepp Herberger unterstützen. Seine Begeisterung für den Fußball und insbesondere die Nationalmannschaft ist deutlich älter – und angesichts seines Wohnortes in Jugendtagen nicht überraschend.

Für Karl-Heinz Fischer ist das Bild der 54er-Weltmeister-Mannschaft um Trainer Sepp Herberger, das ihm vor vielen Jahren von einem Freund geschenkt wurde und das er heute im Nachttisch hütet, viel mehr als eine alte Postkarte. Es ist ein steter Begleiter, ein Stück Erinnerung an die eigene Jugend und ein Glücksbringer. Und da ist noch etwas: das Bild, auf dem sich einst die Helden von Bern per Autogramm verewigten, erinnert den 64-Jährigen an die von Herberger gelebten Werte. „Er ist ja für viele Sprüche und geflügelte Worte bekannt geworden. Mir imponiert vor allem der Satz, dass wer oben ist, die unten nicht vergessen darf“, sagt Fischer. Mit diesen wenigen Worten habe der Weltmeister-Trainer ein Leitmotiv formuliert, das auch er gerne beherzige. „Mir persönlich geht es gut, ich führe ein zufriedenes Leben. Daher schätze ich mich glücklich, als Mitglied der Freunde der Nationalmannschaft das Engagement der DFB-Stiftung Sepp Herberger für Menschen, denen es weniger gut geht, mit Spenden unterstützen zu können“, betont Fischer. Der Einsatz der DFB-Stiftung für Inklusion und die Resozialisierung von Strafgefangenen sei lobens- und lohnenswert, „denn über den Fußball kann man vieles erreichen“, ist er überzeugt.

Seine Zeit bei den FdN geht 2026 in ein Jubiläumsjahr. Fischer stieß vor exakt einem Jahrzehnt zu dem Kreis von Frauen und Männern, die die Begeisterung für die DFB-Elf, die Gemeinschaft und das soziale Engagement teilen. „Ich freue mich immer wieder auf die Treffen mit den anderen“, sagt er. Fischer trägt dabei gerne seinen Teil zu jenen Begegnungen bei. Bei den Weltmeisterschaften in Brasilien, Russland und Katar organisierte er gemeinsam mit seiner Frau Mareike die Anmietung von Häusern, die während der Turniere zur Anlaufstelle vieler FdN-Mitglieder wurden. „Es war immer etwas los, ein Kommen und Gehen, das letztlich viele schöne Treffen und Erlebnisse ermöglich hat“, schaut er zurück. Auch auf den im Sommer anstehenden World Cup in den USA, Mexiko und Kanada freut er sich, weil er erneut ein fröhliches Fußballfest erwartet.

Ein Jackett in den Farben der Nation

Fischer hat aber auch noch einen weiteren Akzent in Fankreisen gesetzt. „Mit meiner Frau habe ich vor einigen Jahren das Germany-Jackett entwickelt“, erklärt er. Das Sakko in den Farben der Deutschland-Fahne habe man mehrere Jahre lang in allen Größen online angeboten. „Das hat vielen gefallen. Seitdem sieht man es immer wieder in den Stadien“, sagt Fischer, der selbstverständlich selbst zu den regelmäßigen Trägern des schwarz-rot-goldenen Dresses gehört. Denn die großen Fußball-Arenen der Welt haben es ihm angetan. Dabei ist es weniger der Vereinsfußball, der ihn umtreibt. „Mein Herz schlägt für die Nationalmannschaft“, macht er deutlich. Dieses Team habe ihm und seiner Familie schon viele schöne Stunden beschert.

Das Feuer der Begeisterung zum Lodern brachte die WM 2010 in Südafrika. „Mir hat der Spirit dort gefallen, dieser völkerverbindende Geist. Da war keine Aggressivität zu spüren, sondern nur Begeisterung für die jeweiligen Mannschaften und den sportlichen Wettstreit“, blickt er zurück auf jene Tage, an denen eine furios aufspielende DFB-Auswahl am Kap den dritten Platz erreichte.

Viele große Turniere besucht

Seither hat Fischer weitere Welt- und Europameisterschaften besucht und sich dabei bemüht, auch Land und Leute kennenzulernen. „Für die Aufenthalte in Russland und Katar habe ich Russisch und Arabisch gelernt, um mich vor Ort verständigen zu können. Das hat auch ziemlich gut geklappt“, sagt er. Zu den Highlights seiner Stadionaufenthalte zählt er jene 2014 in Brasilien. Dort erlebte er auch das 7:1 im Semifinale gegen den Gastgeber und den anschließenden Finaltriumph live mit. „Selbst nach der bitteren Niederlage waren die Brasilianer uns gegenüber freundlich und respektvoll. Das hat mich beeindruckt. Ihr einziger Wunsch bestand darin, dass wir nun auch den Titel gewinnen und Argentinien schlagen sollten“, erinnert er sich. Dass dies gelang und er Mario Götzes Siegtor an der Seite seiner Frau und seiner beiden erwachsenen Kinder erleben durfte, hat ihm Erinnerungen für die Ewigkeit beschert.

Der Fußball hat sich vielfach in sein Gedächtnis eingebrannt. Der erste Stadionbesuch im ausgehenden Kindesalter mit seinem ebenfalls fußballverrückten Vater beim UEFA-Cup-Spiel von Eintracht Frankfurt gegen West Ham United gehört dazu, aber auch die vielen Stunden, die er selbst als Spieler auf dem Platz verbrachte. Aufgewachsen in Weinheim an der Bergstraße, unweit von Herbergers langjährigem Wohnhaus in Hohensachsen, lief er als Stürmer für den benachbarten SV Unterflockenbach auf. „Ich durfte nicht im eigenen Strafraum auftauchen, weil ich in der Abwehr nicht zu gebrauchen war. Sonst gab es Ärger von unserem Torwart, aber ich war kein schlechter Fußballer und habe vorne die Dinger reingemacht“, schmunzelt Fischer.

Heute geht es von der Schweiz aus in die Welt

Nach dem Abitur startete Fischer beruflich durch. Erst absolvierte er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und arbeitete zeitweise in dem von den Eltern gegründeten Familienunternehmen, das mit Farben, Tapeten und Bodenbeläge handelte, ehe er mit Mitte Zwanzig in Stuttgart ein Studium aufnahm und zum diplomierten Farb- und Kunststoffchemiker avancierte. Über Berlin führte sein Weg schließlich 1992 in die Schweiz, wo er seitdem in einer Ortschaft zwischen Bern und Solothurn zu Hause ist und jahrzehntelang in einem Schweizer Unternehmen in der Geschäftsleitung und als Teilhaber erfolgreich tätig war.

Von dort aus bricht er gerne in alle Welt auf, um die deutschen Nationalspieler anzufeuern, die heute auf den Spuren der Herberger-Elf wandeln. Jener Erfolgself, die abgelichtet auf einer Postkarte immer griffbereit im heimischen Nachttisch liegt.

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Der fußballbegeisterte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf besuchte die Fußball-Ferien-Freizeit in Malente. Foto: Martin Ziemer/Getty Images
Der ehemalige Trainer von RB Leipzig Marco Rose war für einen Wertedialog in Leipzig zu Gast. Foto: Jens Schlüter/Getty Images
Ein Besuch im Bundesverfassungsgericht stand bei der Freizeit in Schöneck (Karlsruhe) auf dem Programm. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
U19-Nationaltrainer Hanno Balitsch leitete eine Trainingseinheit in Edenkoben. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers gab in Malente Einblicke in das Leben eines Profi-Schiedsrichters. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Neben verschiedenen Ausflügen und Bildungsaktivitäten stand natürlich der Fußball im Mittelpunkt der Freizeiten. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
Von Hennef aus ging es für eine Führung nach Leverkusen in die BayArena – inklusive Gespräch mit dem Geschäftsführer Simon Rolfes. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
Verschiedene Workshops zum Thema Demokratie standen auf dem Programm der Freizeitwochen. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier tauschte sich in einem Wertedialog mit den Teilnehmenden einer Freizeit in Grünberg aus. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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