3.9.2026

Landesauswahl Rheinland-Pfalz und Wefa Ahorn holen Titel bei der Deutschen Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen 2026

Mit den Finalspielen endete heute die diesjährige Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in der Sportschule Wedau. Zum Turnier, das gemeinsam von der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) ausgerichtet wird, waren die 21 besten Werkstätten-Teams aus ganz Deutschland zusammengekommen. Den Meistertitel sicherten sich die Landesauswahl Rheinland-Pfalz bei den Frauen und Wefa Ahorn bei den Männern. Das Frauen-Team der wewole Stiftung aus Herne und die Männermannschaft von Bremen Martinshof wurden für besonders faires Verhalten auf und neben dem Platz mit dem FairPlay-Pokal ausgezeichnet. Die DFB-Meisterplaketten und Pokale für alle Teilnehmenden überreichte Celia Šašić, DFB-Vizepräsidentin und langjährige Nationalspielerin, zusammen mit Andrea Stratmann, der Vorsitzenden der BAG WfbM.

Die langjährige Fußball-Nationalspielerin Célia Šašić überreichte die DFB-Meisterplakette. (Foto: Carsten Kobow)

Die Endspiel-Paarung bei den Frauen war identisch zum Finale im Vorjahr: Die Landesauswahl Rheinland-Pfalz setzte sich in einer spannenden Partie am Ende mit 1:0 gegen die Spielgemeinschaft Hessen, trainiert von Fußball-Weltmeisterin Pia Wunderlich, durch und konnte damit ihren Meistertitel verteidigen.

Bei den Männern konnte das Team der Wefa Ahorn erstmals die Deutsche Meisterschaft bejubeln. Die Mannschaft aus Bayern setzte sich am Ende in einem packenden Endspiel mit 1:0 gegen die Hannoverschen Werkstätten durch.

Nach der Endspiel-Niederlage im Vorjahr kann die Wefa Ahorn erstmals die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten feiern. (Foto: Carsten Kobow)

Die zweifache Fußball-Europameisterin Celia Šašić zeigte sich sehr beeindruckt von dem Zusammenhalt der Spielerinnen und Spieler: „Fußball lebt vom Miteinander. Das habe ich heute auf dem Platz und auf der Tribüne gespürt. Die Teams haben um jeden Ball gekämpft und gleichzeitig gezeigt, worum es hier geht – um Freude am Spiel, um Respekt untereinander und um das Gefühl, Teil einer Mannschaft zu sein.“

Zeichen für Inklusion im Fußball und in der Gesellschaft

„Menschen mit Behinderungen sind ein selbstverständlicher Teil der Fußball-Familie. Darum ist es uns ein besonderes Anliegen, gemeinsam mit der BAG WfbM die Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten auszurichten. Sie ist eine hervorragende Gelegenheit, um die gemeinsame Leidenschaft für den Sport zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, so Ralph-Uwe Schaffert, Vorstandsvorsitzender der DFB-Stiftung Sepp Herberger.

Andrea Stratmann, Vorstandsvorsitzende der BAG WfbM, betonte: „Auch wenn Tore und Siege bei einem Fußball-Turnier natürlich wichtig sind, entfaltet die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten ihre Wirkung weit darüber hinaus: Sie schafft Sichtbarkeit und Anerkennung für Menschen mit Behinderungen und verdeutlicht damit, wie ein inklusives und faires Miteinander in unserer Gesellschaft gelingen kann. Dass bei der Meisterschaft in diesem Jahr erstmals ein inklusives Schiedsrichter-Team eingesetzt war, unterstreicht diesen Anspruch noch einmal“.

Besondere Überraschung für die Teilnehmenden durch DFB-Sportdirektor Rudi Völler

Neben dem sportlichen Geschehen auf den Plätzen der Sportschule Wedau wurde den Teilnehmenden auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Alle 21 Mannschaften reisten am Mittwoch für eine Stadionführung in die BayArena nach Leverkusen. Hier begrüßte Fußball-Weltmeister Rudi Völler die Teilnehmenden persönlich. Ein besonderes Highlight einer besonderen Veranstaltung. Im kommenden Jahr findet das Turnier vom 6. bis 9. September 2027 wiederum in der Sportschule in Duisburg-Wedau statt.

Rudi Völler überraschte die Teilnehmenden bei ihrer Stadionführung in der BayArena und begrüßte die Fußballerinnen und Fußballer persönlich. (Foto: Carsten Kobow)

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Der fußballbegeisterte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf besuchte die Fußball-Ferien-Freizeit in Malente. Foto: Martin Ziemer/Getty Images
Der ehemalige Trainer von RB Leipzig Marco Rose war für einen Wertedialog in Leipzig zu Gast. Foto: Jens Schlüter/Getty Images
Ein Besuch im Bundesverfassungsgericht stand bei der Freizeit in Schöneck (Karlsruhe) auf dem Programm. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
U19-Nationaltrainer Hanno Balitsch leitete eine Trainingseinheit in Edenkoben. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers gab in Malente Einblicke in das Leben eines Profi-Schiedsrichters. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Neben verschiedenen Ausflügen und Bildungsaktivitäten stand natürlich der Fußball im Mittelpunkt der Freizeiten. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
Von Hennef aus ging es für eine Führung nach Leverkusen in die BayArena – inklusive Gespräch mit dem Geschäftsführer Simon Rolfes. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
Verschiedene Workshops zum Thema Demokratie standen auf dem Programm der Freizeitwochen. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier tauschte sich in einem Wertedialog mit den Teilnehmenden einer Freizeit in Grünberg aus. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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