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27.1.2026

Wenn Erinnerungsarbeit Spaß macht: „Julius-Hirsch-Schule“ erhält den BERTINI-Preis 2026

Ausgezeichnete Schule: Die Hamburgerinnen und Hamburger bekommen den BERTINI-Preis. (Foto: Jonas Walzberg für Bertini-Preis e.V.)

Große Anerkennung für die „Julius-Hirsch-Schule“ in Hamburg: Als einer von sechs Preistagenden wird das Förderprojekt der DFB-Kulturstiftung anlässlich des internationalen Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus mit dem BERTINI-Preis 2026 ausgezeichnet. 

Der „BERTINI-Preis. Für junge Menschen mit Zivilcourage“ wird traditionell am 27. Januar, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, verliehen. Die DFB-Kulturstiftung freut sich mit der BS02, der Beruflichen Schule für Wirtschaft und Handel Hamburg Mitte, die für das Projekt „Julius-Hirsch-Schule“ bei der heutigen Preisverleihung mit dem BERTINI-Preis 2026 ausgezeichnet wurde.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Zwischen 1940 und 1945 wurden schätzungsweise rund 1,3 Millionen Menschen in das größte NS-Vernichtungslager deportiert, etwa 1,1 Millionen von ihnen ermordet. Darunter auch Julius Hirsch, einer von nur zwei jüdischen Spielern in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft. In seinem Namen vergibt der Deutsche Fußball-Bund seit 20 Jahren den Julius Hirsch Preis. 

Anlässlich der Jubiläums-Verleihung des Julius Hirsch Preises am 27. November 2025 in der FABRIK in Hamburg-Ottensen benannte sich die Berufliche Schule für Wirtschaft und Handel Hamburg Mitte im Oktober und November symbolisch in „Julius-Hirsch-Schule“ um. Die DFB-Kulturstiftung war Ideengeberin und finanzielle Unterstützerin des Projekts. Neben äußerlich sichtbaren Zeichen, wie Mailsignaturen, Türbeschriftungen, Sticker und einem großen, von Schülerinnen und Schülern gestalteten Graffiti wurden Workshops, Lesungen und Stolpersteinreinigungen durchgeführt sowie Exkursionen zum NDR und in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme unternommen. Wichtig dabei: Die Erinnerungsarbeit sollte lebendig gestaltet werden und durfte Spaß machen. 

Einen Monat lang benannte sich die Schule in Julius-Hirsch-Schule um. (Foto: Jonas Walzberg für Bertini-Preis e.V.)

Dafür steht auch der BERTINI-Preis. Seit 1998 wird er an junge Menschen verliehen, die sich für ein solidarisches Zusammenleben sowie gegen Ausgrenzung in Hamburg engagieren, und Erinnerungsarbeit leisten. Der Name geht zurück auf den erfolgreich verfilmten Roman „Die Bertinis“ von Ralph Giordano und basiert auf dessen Familiengeschichte in der NS-Zeit. Bei der von Senatorin Melanie Schlotzhauer eröffneten Preisverleihung im Ernst Deutsch Theater Hamburg nahmen Lehrerin Friederike Bolte, Schulleiter Klaus Reige und Melanie Helmig von „BAM! – Bildung am Millerntor“ den BERTINI-Preis für die „Julius-Hirsch-Schule“ entgegen.

Die DFB-Kulturstiftung freut sich mit der „Julius-Hirsch-Schule“ und gratuliert zur Auszeichnung mit dem BERTINI-Preis 2026: „Die ‚Julius-Hirsch-Schule‘ zeigt, wie eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Themen wie Diskriminierung, Rassismus und Faschismus gestaltet werden kann. Es ist großartig zu sehen, wie engagiert sich junge Menschen dabei eingebracht haben. Ich freue mich für alle Projektbeteiligten und hoffe, dass sich andere von diesem Engagement inspirieren lassen.“, so Celia Šašić, Vorstandsvorsitzende der DFB-Kulturstiftung.

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
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Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
Verschiedene Workshops zum Thema Demokratie standen auf dem Programm der Freizeitwochen. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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